Wenn du durch den Schattenwald gehst, werden dir einige merkwürdige Dinge auffallen. Vielleicht sind die Felsen etwas zu ordentlich angeordnet, die Vegetation etwas zu gepflegt, die Wege etwas zu einladend.
Das ist kein Zufall. Es ist eine bewusste Entscheidung.
„World of Us“ wurde nie als Simulation der Ökosysteme konzipiert, die wir besucht haben. Es ist eine kindgerechte Einladung, Neugier auf sie zu entwickeln. Echte Wälder sind großartig, aber sie sind auch visuell überwältigend, voller gewundener Pfade, überwuchert von Wurzeln und Laub.
Für einen 8-Jährigen bedeutet das Erkunden einer Spielwelt, dass er übersichtliche Räume braucht: klare Wege, deutliche Orientierungspunkte, Momente der Ruhe zwischen den Entdeckungen.
Für uns ist es entscheidend, junge Menschen weiterhin auf diesen übersichtlichen Wegen zu halten. Wir möchten sie dazu ermutigen, Räume außerhalb der digitalen Welt zu erkunden, dabei aber stets in Sicherheit zu bleiben – in Sichtweite ihrer Bezugspersonen. Was sie im Spiel erleben, stärkt ihr Selbstvertrauen beim Erkunden, bietet ihnen aber gleichzeitig Leitplanken, um vertraute Orte in unserer geführten Online-Welt zu finden.
Ökologen, die unsere Welt begutachtet haben, wiesen zu Recht darauf hin, dass echte Lebensräume von Elefanten verworren, abgegrast und zertrampelt sind. Ganz anders als die gepflegten Haine, die wir geschaffen haben. Sie haben Recht, und ohne Berücksichtigung ihres Fachwissens würden auch wir unsere Arbeit nicht richtig machen.
Ein Teil des Feedbacks, das wir erhalten, wird das Spiel direkt verbessern: Tiger werden sich nicht mehr auf Ästen ausruhen (wusstet ihr, dass das das Verhalten von Leoparden ist?), und unsere Flussufer werden mehr von der üppigen Vegetation erhalten, die die Wasserläufe in den Westghats auszeichnet. Bei anderen Entscheidungen bleiben wir jedoch standhaft.
Strukturierte Umgebungen helfen Kindern, sich zurechtzufinden. Indem wir die Landschaften vereinfachen, können wir den Fokus auf die Tierarten, Nahrungsquellen und Geschichten richten, die unsere jungen Spieler kennenlernen sollen. Es hilft, sich unsere Welt so vorzustellen, wie man sich ein illustriertes Bilderbuch vorstellt: Die Zeichnungen sind keine Fotos, aber sie können dennoch eine echte Reise anregen.
In unserer idealen Welt wird ein Kind, das durch unseren stilisierten Wald streift, zu einem Erwachsenen, der einen echten Wald betritt – und diesen noch wilder, chaotischer und wundervoller findet, als es das Spiel versprochen hat. „World of Us“ ist ein Einstieg für neugierige Kinder, um ein Leben lang Abenteuer offline zu erleben.